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Reiseapotheke: Gut vorbereitet in den Urlaub

Checkliste und Tipps für Ihre Reiseapotheke — damit Sie im Urlaub auf alles vorbereitet sind.

Ob Strandurlaub am Mittelmeer, Wanderreise in den Alpen oder Fernreise nach Südostasien — eine gut ausgestattete Reiseapotheke gehört in jedes Gepäck. Denn gerade im Urlaub, wenn der Körper sich an ein neues Klima, ungewohntes Essen und eine veränderte Zeitzone anpassen muss, können gesundheitliche Beschwerden auftreten. Wer vorsorgt, kann kleine Wehwehchen schnell selbst behandeln und den Urlaub unbeschwert genießen.

Warum eine Reiseapotheke unverzichtbar ist

In vielen Urlaubsländern sind Medikamente nicht ohne Weiteres erhältlich — sei es aufgrund von Sprachbarrieren, abweichenden Handelsnamen oder eingeschränkten Apothekenöffnungszeiten. Hinzu kommt, dass die Qualität von Arzneimitteln in manchen Regionen nicht den europäischen Standards entspricht. Fälschungen sind vor allem in tropischen Ländern ein ernstes Problem. Eine eigene Reiseapotheke stellt sicher, dass Sie im Bedarfsfall sofort auf vertraute, qualitätsgeprüfte Medikamente zurückgreifen können.

Die Basis-Ausstattung für jede Reise

Unabhängig vom Reiseziel sollten folgende Produkte in keiner Reiseapotheke fehlen:

  • Schmerzmittel und Fiebermittel: Ibuprofen oder Paracetamol lindern Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und senken Fieber. Achten Sie auf die richtige Dosierung und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
  • Pflaster und Verbandmaterial: Blasenpflaster, sterile Wundkompressen und ein Desinfektionsmittel gehören zur Grundausstattung. Besonders auf Wanderungen oder bei Städtetouren sind Blasenpflaster Gold wert.
  • Sonnenschutzmittel: Ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30, besser LSF 50) schützt vor Sonnenbrand und langfristigen Hautschäden. Vergessen Sie auch die After-Sun-Pflege nicht.
  • Insektenschutzmittel: Repellents mit DEET oder Icaridin halten Mücken und Zecken fern und schützen vor übertragbaren Krankheiten wie Dengue-Fieber oder Borreliose.
  • Mittel gegen Durchfall: Loperamid stoppt akuten Durchfall schnell. Zusätzlich sollten Elektrolytpulver zum Ausgleich des Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusts mitgenommen werden.
  • Mittel gegen Reiseübelkeit: Dimenhydrinat als Tablette oder Kaugummi hilft bei Übelkeit im Auto, Flugzeug oder auf dem Schiff. Nehmen Sie das Mittel vorbeugend etwa 30 Minuten vor Reisebeginn ein.

Tipp: Nehmen Sie wichtige Medikamente bei Flugreisen immer im Handgepäck mit. Koffer können verloren gehen, und im Frachtraum herrschen Temperaturen, die empfindliche Arzneimittel beschädigen können. Führen Sie bei verschreibungspflichtigen Medikamenten eine ärztliche Bescheinigung (am besten auf Englisch) mit.

Fernreise — Zusätzliche Vorbereitung

Wer in tropische oder subtropische Regionen reist, sollte sich frühzeitig — idealerweise sechs bis acht Wochen vor Reiseantritt — um zusätzliche Vorsorgemaßnahmen kümmern:

  • Reiseimpfungen: Je nach Reiseziel können Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut, Gelbfieber oder Japanische Enzephalitis erforderlich oder empfohlen sein. Informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder einem Tropenmediziner.
  • Malariaprophylaxe: In Malariagebieten ist eine medikamentöse Prophylaxe oder eine Stand-by-Therapie sinnvoll. Welches Präparat geeignet ist, hängt vom Reiseziel und der individuellen Gesundheitssituation ab.
  • Wasserentkeimung: Tabletten oder Filter zur Wasseraufbereitung sind in Regionen mit unsicherer Trinkwasserqualität unverzichtbar. Trinken Sie kein Leitungswasser und verzichten Sie auf Eiswürfel in Getränken.
  • Elektrolytpulver: Bei starkem Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen gleichen Elektrolytlösungen den Mineralstoffverlust aus und beugen einer Dehydration vor.

Reiseapotheke für Familien mit Kindern

Familien mit Kindern sollten bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke besondere Sorgfalt walten lassen. Nicht alle Medikamente, die für Erwachsene geeignet sind, dürfen auch Kindern verabreicht werden:

  • Kindgerechte Medikamente: Fiebersäfte oder Zäpfchen mit Paracetamol oder Ibuprofen in der richtigen Kinderdosierung. Acetylsalicylsäure (ASS) ist für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.
  • Fieberthermometer: Ein digitales Fieberthermometer gehört in jede Familien-Reiseapotheke. Fieber bei Kindern sollte immer ernst genommen und beobachtet werden.
  • Rehydrationslösungen: Kinder dehydrieren bei Durchfall und Erbrechen schneller als Erwachsene. Spezielle Rehydrationslösungen für Kinder (z. B. Oralpädon) helfen, den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt auszugleichen.
  • Zeckenzange: Eine Zeckenzange oder Zeckenkarte ermöglicht das schnelle und vollständige Entfernen von Zecken, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Wichtig: Viele Medikamente sind hitze- und lichtempfindlich. Lagern Sie Ihre Reiseapotheke kühl und trocken — vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, etwa im Auto oder am Strand. Zäpfchen schmelzen bereits bei Temperaturen über 25 °C. Prüfen Sie vor Reiseantritt das Verfallsdatum aller Medikamente.

Reiseapotheken-Checkliste zum Abhaken

Damit Sie nichts vergessen, haben wir die wichtigsten Bestandteile einer Reiseapotheke für Sie zusammengestellt:

  1. Schmerz- und Fiebermittel (Ibuprofen, Paracetamol)
  2. Mittel gegen Durchfall (Loperamid) und Elektrolytpulver
  3. Mittel gegen Reiseübelkeit (Dimenhydrinat)
  4. Sonnenschutzmittel (LSF 50) und After-Sun-Lotion
  5. Insektenschutzmittel (DEET oder Icaridin)
  6. Pflaster, Blasenpflaster und sterile Wundkompressen
  7. Wunddesinfektionsmittel
  8. Fieberthermometer
  9. Pinzette und Zeckenzange
  10. Antihistaminikum bei Allergien oder Insektenstichen
  11. Nasenspray (abschwellend) und Ohrentropfen
  12. Augentropfen gegen trockene Augen
  13. Mittel gegen Sodbrennen und Magenbeschwerden
  14. Persönliche Dauermedikamente in ausreichender Menge
  15. Ärztliche Bescheinigung für verschreibungspflichtige Medikamente

Persönliche Beratung: Jede Reise ist anders — und damit auch jede Reiseapotheke. Kommen Sie vor Ihrem Urlaub in die Sonnen-Apotheke und lassen Sie sich individuell beraten. Wir stellen Ihre Reiseapotheke passend zu Reiseziel, Reisedauer und persönlichen Bedürfnissen zusammen. Kontakt aufnehmen

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